Lesereihe Europa: Robert Menasse liest aus "Lebensentscheidung"
Ein literarischer Blick auf die europäische Idee
Lesung im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Europa". In Kooperation mit Europe Direct Karlsruhe und der Stadtbibliothek Karlsruhe
Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89. Geburtstag in Wien besucht, verschweigt er ihr jedoch seinen vorgezogenen Ruhestand. Und auch das Gespräch mit Nathalie, mit der er seit vier Jahren in Brüssel eine Beziehung führt, über die gemeinsame Zukunft misslingt. Dann treten wiederkehrende Schmerzen auf, die sich nicht länger ignorieren lassen. Der Befund: Krebs, unrealistisch, dass er noch ein Jahr lebt. Und mit einem Mal geht es allein darum, seine Mutter darüber zu täuschen, ihr den Schmerz zu ersparen, ihren Sohn sterben zu sehen: "Überleben konnte für ihn nur heißen, seine Mutter zu überleben. Vor ihr, bis zu ihrem Tod, seine Krankheit zu verheimlichen. Es ging jetzt um einen Überlebenswettkampf. Das war jetzt die Lebensentscheidung."
In Menasses "Lebensentscheidung" wird die europäische Idee nicht abstrakt verhandelt, sondern literarisch erfahrbar gemacht.
Robert Menasse
wurde 1954 in Wien geboren und ist auch dort aufgewachsen. Er studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte im Jahr 1980 mit einer Arbeit über den "Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb". Menasse lehrte anschließend sechs Jahre an der Universität São Paulo. Seit seiner Rückkehr aus Brasilien 1988 lebt Robert Menasse als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien.
Für sein literarisches und essayistisches Werk wurde Robert Menasse vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit renommierten Literaturpreisen.
Lesung im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Europa". In Kooperation mit Europe Direct Karlsruhe und der Stadtbibliothek Karlsruhe
Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89. Geburtstag in Wien besucht, verschweigt er ihr jedoch seinen vorgezogenen Ruhestand. Und auch das Gespräch mit Nathalie, mit der er seit vier Jahren in Brüssel eine Beziehung führt, über die gemeinsame Zukunft misslingt. Dann treten wiederkehrende Schmerzen auf, die sich nicht länger ignorieren lassen. Der Befund: Krebs, unrealistisch, dass er noch ein Jahr lebt. Und mit einem Mal geht es allein darum, seine Mutter darüber zu täuschen, ihr den Schmerz zu ersparen, ihren Sohn sterben zu sehen: "Überleben konnte für ihn nur heißen, seine Mutter zu überleben. Vor ihr, bis zu ihrem Tod, seine Krankheit zu verheimlichen. Es ging jetzt um einen Überlebenswettkampf. Das war jetzt die Lebensentscheidung."
In Menasses "Lebensentscheidung" wird die europäische Idee nicht abstrakt verhandelt, sondern literarisch erfahrbar gemacht.
Robert Menasse
wurde 1954 in Wien geboren und ist auch dort aufgewachsen. Er studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte im Jahr 1980 mit einer Arbeit über den "Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb". Menasse lehrte anschließend sechs Jahre an der Universität São Paulo. Seit seiner Rückkehr aus Brasilien 1988 lebt Robert Menasse als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien.
Für sein literarisches und essayistisches Werk wurde Robert Menasse vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit renommierten Literaturpreisen.
Robert Menasse: Die Lebensentscheidung (Suhrkamp 2026)
Kursleitung:
Das könnte Sie auch interessieren ( 4 )
Loading...
Loading...
Sie sind hier:
Lesereihe Europa: Robert Menasse liest aus "Lebensentscheidung"
Ein literarischer Blick auf die europäische Idee
Lesung im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Europa". In Kooperation mit Europe Direct Karlsruhe und der Stadtbibliothek Karlsruhe
Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89. Geburtstag in Wien besucht, verschweigt er ihr jedoch seinen vorgezogenen Ruhestand. Und auch das Gespräch mit Nathalie, mit der er seit vier Jahren in Brüssel eine Beziehung führt, über die gemeinsame Zukunft misslingt. Dann treten wiederkehrende Schmerzen auf, die sich nicht länger ignorieren lassen. Der Befund: Krebs, unrealistisch, dass er noch ein Jahr lebt. Und mit einem Mal geht es allein darum, seine Mutter darüber zu täuschen, ihr den Schmerz zu ersparen, ihren Sohn sterben zu sehen: "Überleben konnte für ihn nur heißen, seine Mutter zu überleben. Vor ihr, bis zu ihrem Tod, seine Krankheit zu verheimlichen. Es ging jetzt um einen Überlebenswettkampf. Das war jetzt die Lebensentscheidung."
In Menasses "Lebensentscheidung" wird die europäische Idee nicht abstrakt verhandelt, sondern literarisch erfahrbar gemacht.
Robert Menasse
wurde 1954 in Wien geboren und ist auch dort aufgewachsen. Er studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte im Jahr 1980 mit einer Arbeit über den "Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb". Menasse lehrte anschließend sechs Jahre an der Universität São Paulo. Seit seiner Rückkehr aus Brasilien 1988 lebt Robert Menasse als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien.
Für sein literarisches und essayistisches Werk wurde Robert Menasse vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit renommierten Literaturpreisen.
Lesung im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Europa". In Kooperation mit Europe Direct Karlsruhe und der Stadtbibliothek Karlsruhe
Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89. Geburtstag in Wien besucht, verschweigt er ihr jedoch seinen vorgezogenen Ruhestand. Und auch das Gespräch mit Nathalie, mit der er seit vier Jahren in Brüssel eine Beziehung führt, über die gemeinsame Zukunft misslingt. Dann treten wiederkehrende Schmerzen auf, die sich nicht länger ignorieren lassen. Der Befund: Krebs, unrealistisch, dass er noch ein Jahr lebt. Und mit einem Mal geht es allein darum, seine Mutter darüber zu täuschen, ihr den Schmerz zu ersparen, ihren Sohn sterben zu sehen: "Überleben konnte für ihn nur heißen, seine Mutter zu überleben. Vor ihr, bis zu ihrem Tod, seine Krankheit zu verheimlichen. Es ging jetzt um einen Überlebenswettkampf. Das war jetzt die Lebensentscheidung."
In Menasses "Lebensentscheidung" wird die europäische Idee nicht abstrakt verhandelt, sondern literarisch erfahrbar gemacht.
Robert Menasse
wurde 1954 in Wien geboren und ist auch dort aufgewachsen. Er studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte im Jahr 1980 mit einer Arbeit über den "Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb". Menasse lehrte anschließend sechs Jahre an der Universität São Paulo. Seit seiner Rückkehr aus Brasilien 1988 lebt Robert Menasse als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien.
Für sein literarisches und essayistisches Werk wurde Robert Menasse vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit renommierten Literaturpreisen.
Robert Menasse: Die Lebensentscheidung (Suhrkamp 2026)
Kursleitung:
-
Kursnummer: 263-24135kostenlosUm Anmeldung wird gebeten.
-
Start: Di. 10.11.2026 19:00 UhrEnde: Di. 10.11.2026 20:30 Uhr1 Termin / 2 Ustd.